Grusswort

Wuerfel

1ter Preis: MZ 1000S

MZ 1000S

Das Unternehmen
1907 ließ der dänische Ingenieur Jörgen Skafte Rasmussen sich in Zschopau nieder und trug seine neu gegründete Firma im dortigen Handelsregister ein. 1919/20 begann er mit der Produktion von 2-Takt-Motoren. 1922 wird das erste Motorrad, genannt "Reichsfahrtmodell", mit einem 150 ccm 2-Takt-Motor unter dem Namen DKW auf den Markt gebracht. Mit einer Jahresproduktion von 60.000 Motorrädern werden die "Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen AG" 1928 zum größten Motorradproduzenten der Welt.

Nach dem zweiten Weltkrieg wird das Werk komplett demontiert; 1950 wird die Produktion mit der RT 125 wieder aufgenommen. 1956 wird für das Motorradwerk in Zschopau die Marke MZ eingeführt. Bereits 1983 verlässt die 2millionste Maschine die Produktion. Nach dem Entscheid der Treuhandgesellschaft, das Unternehmen zu schließen, wird 1992 die "Motorrad- und Zweiradwerk GmbH" gegründet. 1996 wird MZ, das heute 238 Mitarbeiter beschäftigt, von Hong Leong Industries, einem Konzern aus Malaysia, übernommen. MZ verkauft 50% seiner Produkte in Deutschland, die andere Hälfte geht in den weltweiten Export.

Mit der kompletten Neuentwicklung der MZ 1000S schafft das Unternehmen eine eindrückliche Verbindung zwischen traditionellen Qualitäten und einer heute gültigen Formensprache. Neben den technischen Besonderheiten, wie dem revolutionären, besonders schadstoffarmen 2-Zylinder-Reihenmotor spielt das Design dieses Motorrades eine besondere Rolle.

MZ 1000S

Die Aufgabe war es, eine neue Gestaltungsphilosophie im Bereich Motorrad zu finden und unverwechselbar als Markenidentität zu definieren. Abseits ausgetretener Pfade der Massenhersteller aus Fernost stehen Emotion und "Made in Germany" als Kernmerkmale im Mittelpunkt. Die klare Gliederung in geometrisch definierte Flächen nimmt aber auch Bezug auf neuste Erkenntnisse aus der Aerodynamik.

Es wurde größter Wert auf eine Durchgängigkeit der Formensprache bis ins kleinste Detail gelegt. Zum Beispiel sind die extrem leichten Hohlkammerfelgen gestalterisch einzigartig umgesetzt worden. Besonders markant sind die neu entwickelten Elypsoidscheinwerfer, die neben ausgezeichneter Sicherheit beim Fahren auch den unverwechselbaren optischen Charakter der MZ 1000S unterstreichen.

Die ausgefeilte Ergonomie erlaubt es dem Fahrer, mit dieser Maschine eins zu werden. Deshalb wurde besonderer Wert auf eine bequeme Sitzposition gelegt. Das der Fahrersitz optional auch in einem lederähnlichen Farbton erhältlich ist, unterstreicht die Ambition, auch hier aus eingefahrenen Sehmustern auszubrechen.

MZ 1000S

Das Urteil der Jury
"Die MZ 1000S ist ein sportliches Motorrad, das durch seine kraftvolle und dynamische Erscheinung besticht, gleichzeitig aber handlich und agil wirkt. Für das gesamte Design als charakteristisch hervorzuheben ist der Einsatz und die Ausformung der Verkleidungselemente. Sie sind auf das Notwendige reduziert und lassen den Blick frei auf die sichtbar angeordnete und funktionell gestaltete Technik der Maschine. Fahrspaß und Sportlichkeit stehen im Mittelpunkt und sind auf faszinierende Weise im Produkt zum Ausdruck gebracht. Die dynamische Linienführung der Verkleidungselemente wird durch gekonnt gesetzte Kanten unterstrichen. Sie verleihen dem Motorrad eine formale Eigenständigkeit, die im Markt der Krafträder ihresgleichen sucht.

Mit dem Design der MZ 1000S gelingt es dem Unternehmen, einen wichtigen Akzent zu setzen und sich nach einer wechselvollen Geschichte mit einem überzeugenden Produkt zurückzumelden, das die große Tradition des sächsischen Motorradwerks sowohl mit technischer als auch mit formaler Innovation fortzuführen vermag."

Andrej Kupetz