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In diesem Jahr wurde erstmalig im Rahmen des Sächsischen Staatspreises für Design ein Sonderpreis zur Nachwuchsförderung ausgelobt. Thema war die zukunftsorientierte, futuristische Gestaltung von textilen Flächen. Der Preis richtete sich an Studenten der Fachbereiche Design, Architektur und Innenarchitektur und an die Absolventen dieser Fachbereiche.
Die Bewerberin |
Koi - Eine Interpretation
Die Designerin 1995 begann Anne-Katrin Hederer das Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee im Fachbereich Textil- und Flächendesign, absolvierte 1998/1999 ein Gaststudium an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle und beendete im Jahre 2001 ihr Studium als Textil- und Flächendesignerin mit Auszeichnung. Derzeit ist sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Meisterschülerin bei Prof. Gisela Lorenz.
Das Urteil der Jury Das Sticken dient ihr nicht nur als Mittel zur Verzierung. Auf eine unkonventionelle Art des Umgangs mit dieser Technik entstehen in Verbindung mit dem Einsatz andersartiger Materialien neue Flächeneffekte. Die Interpretation Koi überrascht durch ihre frische und doch ernsthafte Umsetzung eines Themas zur Realisierung einer fantasieanregenden Kollektionsidee. Die Flächen wirken auf eine besondere Weise spannend und geheimnisvoll. Man sieht ihnen die Experimentierfreude regelrecht an. Interessant ist die Ver-schmelzung der gestickten Fäden und dem Stickgrund zu einer ästhetischen Einheit, wodurch sich das Herstellungsverfahren nicht auf den ersten Blick erschließt. Beim Betrachten der Flächen entstehen faszinierende Farbspiele, die Raum für eigene Fantasien lassen. Die Umsetzung der Entwürfe bietet interessante Möglichkeiten für die in Sachsen ansässige Stickereiindustrie, welche ständig nach neuen Innovationen Ausschau hält. Der Preis ist als Motivation zu verstehen, die experimentellen Arbeiten in Zusammenarbeit mit der Industrie umzusetzen." Nora Grawitter |
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