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KI im Designprozess
Möglichkeiten multiplizieren, menschlich entscheiden

Die Buchstaben KI vor einem futuristischen Blick in eine Stadtlandschaft.

Design verändert sich. Mit KI erweitert sich das Spielfeld sowohl in der Ideenfindung als auch in der visuellen Umsetzung. Was früher Wochen dauerte, wird heute in Stunden, manchmal sogar Minuten sichtbar. Richtungen werden früher greifbar. Ideen schneller konkret. Doch die entscheidende Frage bleibt: Wer entscheidet? Wer bewertet, was konzeptionell und formal stimmig ist?

Gestaltung bleibt Entscheidung

Wir bei Herbstwest sind dankbar für die KI. Wir setzen KI gezielt als Werkzeug ein. Jedoch nicht als Ersatz für unsere Urteilskraft. Als Impulsgeber, nicht als Entscheider. Denn gute Gestaltung entsteht nicht durch Algorithmen, sondern durch unser Gespür für das Wesentliche. Wir hören zu. Spüren Zwischentöne. Und wir verdichten, was noch diffus ist, bis der Kern sichtbar wird, auf den eine klare Richtung abzuzielen hat. Wie das konkret aussieht, zeigt ein Projektansatz zum Thema „Mobilität der Zukunft“.

1. Vom Briefing zur Leitidee

Das Projekt kam als Anfrage auf unseren Tisch.  Ziel war es, ein Gestaltungskonzept für einen Forschungsverbund zu entwickeln, das eine klare und eigenständige Positionierung innerhalb bestehender Hochschulmarken ermöglicht und komplexe Inhalte für ein breites Publikum greifbar macht.

Die Herausforderung: Mobilitätsforschung ist gesellschaftlich hochrelevant, aber inhaltlich sehr abstrakt. Viele Themen wirken auf den ersten Blick rein theoretisch und schwer zugänglich. Oft wirken kreative Lösungen dafür generisch. Die Aufgabe der wir uns stellten war es, aus dem umfangreichen Briefing einen emotional tragfähigen Markenkern zu abzuleiten.

Hier nutzten wir KI als Denkpartnerin, jedoch nicht zur Ideenfindung, sondern zur Ideenvervielfältigung. Durch gezielte Prompts entstanden narrative Alternativen, Bildmetaphern, semantische Felder. Ein Resonanzraum für die spätere Entscheidung.

Aus dem strategischen Leitgedanken „Mobilität als lernendes System – datenbasiert beobachtet, menschlich gesteuert, gerecht gestaltet.“ destillierten wir die kreative Leitidee der „… unberührten, widerstandslosen Bewegung in fairem Einklang“. Sie beschreibt ein Prinzip: Bewegung ohne Kollision. Eine Zukunft der Mobilität, die sich koordiniert, fließend, fair organisiert dank absoluter datenbasierter Evidenz und im Gleichgewicht bleibt.

Vier sich überschneidende Kreisbögen in den Farben grün, blau, pink und cyan cisualisieren symbolisch und abstrahiert die Leitidee der unbrührten, widerstandslosen Bewegung im absoluten Einklang.

2. Von der Idee zum visuellen System

Aus der kreativen Leitidee wurde ein visuelles Prinzip: Linien, die sich bewegen, begegnen, überlagern ohne sich zu behindern. Transparenzen zeigen, das Mobilität auf verschiedenen, sich überlagernden Ebenen stattfindet. Alles ist in Bewegung, aber nichts gerät in Konflikt.

Auch hier begleitete KI den Prozess. Nicht als fertiges Gestaltungssystem, sondern als Möglichkeit, schnell Varianten zu testen: Welche Farbwelten wirken futuristisch, ohne distanziert zu sein? Wie kann Typografie helfen, Wissen zu transportieren, ohne zu technisch zu wirken? Welche Kompositionsprinzipien erzeugen Dynamik, ohne unruhig zu erscheinen?

Was zählt, ist die Auswahl, die Verdichtung und die bewusste Entscheidung aus vielen Richtungen eine Linie wird.

Drei farbige Bewegungslinien visuellen die Ströme der zukünftigen Mobilität. Sie bewegen sich im Einklang miteinander ohne einander zu behindern.

3. Von der Komposition zur Bildwelt

Die finale Phase: die Bildwelt. Um die Vision der „bewegten Zukunft“ sichtbar zu machen, entwickelten wir hyperrealistische Renderings urbaner Szenarien. Diese wurden ergänzt durch grafische Linien und narrative Kompositionen.

Hier diente KI-Bildgenerierung als visuelles Prototyping. Wir testeten Perspektiven, Farbstimmungen, Bildaufbau, Tiefenwirkung. Doch erst durch kuratierte Auswahl, Bearbeitung und Einordnung entstanden daraus Motivansätze, die tragen und berühren. Weil sie passen.

Farbige Bewegungslinien ziehen sich durch die Darstellung eines futuristischen Stadtbilds entlang einer Straße zwischen Wohngebäuden.

Unser Fazit: Gestaltung braucht menschliche Entscheidungskraft

KI hat den Designprozess bei uns nicht ersetzt. Aber sie hat ihn bereichert, wo es um methodische Disziplin, Varianten und Schnelligkeit bei der Sichtbarmachung geht. Und um ehrlich zu sein: Es bewegt und potenziert unsere Ergebnisse, wenn man durch Schnelligkeit in einen „Design-Flow“ kommt. Das, was bleibt ist jedoch stets unsere bewusste Entscheidung, wo wir gestalterisch abbiegen oder die richtige, die stimmige Lösung erkennen. Entscheidend bleibt unsere Fähigkeit, zu hören, zwischen den Zeilen zu lesen und Aspekte zu verstehen, bevor sie sichtbar sind.

KI ist für uns ein wirkungsvoller Beschleuniger im Finden und Sichtbarmachen von Möglichkeiten. Gestaltung bedeutet für uns jedoch auch, bewusst Verantwortung zu übernehmen: für die Richtung und das, was daraus entsteht.

Eigentlich wie bisher.

Farbige Streifen betonen die Bewegungslinien von Fahrzeugen und Flugobjekten auf einer vierspurigen Allee in einer visionären zukünftigen Stadt.

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